01.02.2016

Diesel R33 besteht alle Tests

Aus dem Labor auf die Straße. Nach Abschluss des Projekts wollen die Projektpartner von Diesel R33 eine Kraftstoffmodellregion Oberfranken ins Leben rufen.

Der Flottenversuch um den biogenen Dieselkraftstoff Diesel R33 ist abgeschlossen. Die Auswertung der Ergebnisse sind nun im 15. Band der Fuels Joint Research Group erschienen.

Zwei Jahre lang haben Wissenschaftler der Hochschule Coburg den neuen Kraftstoff getestet - im Labor und auf der Straße. Denn neben Doktorandin Kristin Götz, die den regenerativen Diesel im Labor untersuchte, waren auch 280 Fahrzeuge der Städtischen Werke Überlandwerke Coburg (SÜC), des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB), der Versicherungsgruppe HUK-Coburg und des Omnibusverkehr Franken (OVF) am Probelauf beteiligt.

Für alle Dieselfahrzeuge erwies sich der Kraftstoff als geeignet. „Er senkt nahezu alle limitierten Abgaskomponenten. Nur die Stickoxide steigen leicht an“, erklärt Kristin Götz. Dieser Anstieg führe aber nicht zu einer Verletzung der Abgasgrenzwerte.

Der bedeutendste Vorteil von Diesel R33 ist sein klimaschonendes Potenzial: Gegenüber fossilem Dieselkraftstoff spart er 17 Prozent Treibhausgasemissionen ein. Aldehyde, krebserzeugende polyzyklische aromatischen Kohlenwasserstoffe und auch die Mutagenität des Abgases werden durch Diesel R33 ebenfalls gesenkt.

Das Forschungsprojekt Diesel R33 am Standort Coburg ist abgeschlossen. Jetzt arbeiten die Projektpartner daran, die Kraftstoffmodellregion Oberfranken ins Leben zu rufen und dabei Diesel R33 oberfrankenweit anzubieten. Angesichts der vielen Elektromobilitätsregionen in Deutschland könnte Oberfranken damit zur ersten Modellregion Deutschlands werden, in der zukunftsfähige Kraftstoffe erprobt werden.

Über Diesel R33
Diesel R33 besteht zu 33 Prozent aus biogenen Rohstoffen. Davon sind 26 Prozent hydriertes Pflanzenöl (HVO) und sieben Prozent Altspeiseölmethylester. Die restlichen 67 Prozent bildet ein hochwertiger Dieselkraftstoff. Diesel R33 erfüllt in allen Belangen die Dieselkraftstoffnorm EN 590. Bei der Produktion wurden auch Algen- und Hefeöle eingesetzt. In Coburg liefen zwei Fahrzeuge erfolgreich mit dieser speziellen R33-Version.

Bibliografisches
K. Götz, S. Zickmann, B. Fey, J. Bünger, W. Stapf, Z. Fan, T. Garbe, A. Munack, J. Krahl – Diesel R33, Cuvillier Verlag Göttingen 2015, ISBN: 978-3-7369-9169-9

Die Buchreihe der Fuels Joint Research Group erscheint im Rahmen der TAC Academy und wird vom Technologietransferzentrum Automotive (TAC) der Hochschule Coburg, der TU Braunschweig, der Ruhr-Universität Bochum und dem Thünen Institut Braunschweig herausgegeben. Alle Bände der Reihe finden sich unter: http://www.fuels-jrg.de/veroeffentlichungen.html

Bild: Frank Wunderatsch

diesel r33
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